Frage an ehemalige Wohnwagen-Besitzer

  • Moin,


    wir sind momentan am überlegen, auf einen Kleinbus+Wohnwagen umzusteigen. Zum einen haben wir festgestellt, dass wir eigentlich immer auf Campingplätzen stehen und wir sind wegen unseren beiden Hunden relativ eingeschränkt, was das Erkunden der Umgebung betrifft. Der Grosse fährt zwar im Fahrradanhänger mit, die Kleine aber leider gar nicht. Wir können also nur zu Fuss losziehen oder müssen alles zusammenpacken und mit dem Kasten losfahren und danach wieder alles herrichten. Uns geht das ziemlich auf den Senkel.


    Uns erscheint die Variante Wohnwagen daher irgendwie passender für uns. Allerdings haben wir keinen Schimmer/Erfahrung damit.


    Daher meine Frage in die Runde insbesondere an Leute, die von Wohnwagen auf Kastenwagen umgestiegen sind: übersehen wir irgendwas, bzw wo ist der Haken? :) Und hat Wohnwagenurlaub Nachteile, die wir evtl noch nicht kennen?



    LG,

    Tom

  • Hi

    Wir hatten 10 Jahre einen Wowa auch aus Platzgründen für die Kids. Es ist natürlich schön ihn einfach am Platz abzustellen und mit dem Auto die Gegend zu erkunden. Heute, Kids sind aus dem Haus, liebe ich den Kasten. Man kommt damit an Orte, da wäre ich mit den Wowa NIE hingefahren. Alleine die Angst da nicht mehr wegzukommen. Kleine Dorfstrassen, Waldwege zu entlegenen Plätzen ohne Wendemöglichkeit wenn man sich verfahren hat. Mit dem Kasten rückwärts zurück. Mit dem 8m Wowa never. Dazu die Autarki. Gerade gestern im strömenden Regen auf dem Stellplatz angekommen. Naund? Motor aus, Bier auf. Feierabend. Betr. Strom kommt aus Batterie und vom Dach. Alleine die lächerlichen Wassertanks im wowa. Kein Vergleich mit dem Kasten.

    Am Ende ist es aber eine Entscheidung der Mobilität vor Ort. Brauchst du da dein Auto oder reicht vielleicht das Fahrrad? Wie wichtig ist Autarki? Ich erinnere mich gerne an die wowa Zeit zurück, aber bin heute echt froh völlig autark Tage unterwegs zu sein keine Dorfstrasse oder Sackgasse oder enge Kurve im Ort fürchten zu müssen.

    Kay

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    LaStrada Avanti H (2013) mit Hecksitzgruppe/Hubbett, 148PS, Mopedträger, Gas- & Dieselheizung (Planar2D), SOG
    140+100Wp (PAR) Solar mit Votronic MPP 250, LCD-Solar-Computer S + Büttner BatterieComputer 4000IQ mit Shunt

  • Gude.

    Auch wir hatten vor dem Kasten einen kleinen Wohnwagen. Dieser Knaus Sport&Fun war ein cooles Gefährt. Ohne viel Schnickschnack waren wir damit gerne unterwegs. Durch die reichliche Zuladung mussten wir uns keinen Kopf mit der Zuladung machen und so konnten wir unsere ganze Ausrüstung mitnehmen.

    Wenn ihr eh immer auf Campingplätzen unterwegs seid, sehe ich da kein großes Problem.

    Hessischer Gruß Waggi

  • Wir hatten auch viele Jahre einen Wohnwagen. Uns war das ganze Gerödel mit Auf- und Abbau einfach zu nervig. Da sind wir mit dem Kasten jetzt viel flexibler und können Orte erkunden, da wären wir mit unserem damaligen 11 Meter Gespann nie und nimmer hin gekommen.

    Viele Grüße
    Antje
    Pössl Trenta 640 / Fiat 140 PS / eisengrau metallic / Thule Markise / AHK / 300 Watt Solar / 150 Ah Lithium / Wechselrichter / Vollauszug Heckgarage Mobilade / RFK / seit 14.5.2021 ohne Landstrom

  • Hallo,

    wenn nur CP dann ist der Wohnwagen sicher eine gute Alternative.

    Mein letzter " Reisewohnwagen" war autark, hatte Markise, einen Mover... und damit hielt sich das Handling in Grenzen.

    Vielleicht noch als Tip, achtet auf die Breite des Wowa, 2,50 Meter ist zwar super zum Wohnen aber nicht zum Fahren.....

    Gruß Werner

  • Moin zusammen,


    wenn ich haupsächlich mich auf Campingplätzen aufhalten würde, hätte ich auf jeden Fall

    einen Wohnwagen! Man ist vor Ort viel flexibler und auch in einem kleinen Wohnwagen hat

    man mehr Platz als in einem Kastenwagen.


    Nicht zu vernachlässigen ist die Kostenseite.

    Ein Wohnwagen, gut gepflegt ist auch nach 25 Jahren

    noch gut Geld wert, wärend die meisten Kastenwagen dann schon nicht mehr exestieren!


    Auch Steuern und Versicherung stehen in keinem Verhältniss!


    Gruß Michael

  • Daher meine Frage in die Runde insbesondere an Leute, die von Wohnwagen auf Kastenwagen umgestiegen sind: übersehen wir irgendwas, bzw wo ist der Haken?

    Naja evtl der Platz zum Abstellen zu Hause :)

    Ich erinnere mich gerne an die wowa Zeit zurück, aber bin heute echt froh völlig autark Tage unterwegs

    Naja, mit einem Wohnwagen ist man länger autark an einem Ort als mit dem Kasten, zumindest im Winter, wenn man heizen muss und keine Sonne scheint ist schnell die autarky am Ende. Im Wohnwagen reicht Gas zum Heizen :)

  • Wir werden uns doch keinen Wohnwagen zulegen. Gerade so Sachen wie unterwegs "Schatz guck mal, ein Schloss! Lass uns das anschauen" kommen bei uns Recht oft vor, wir machen viel spontan. Das würde mit Wohnwagen nicht gehen. Also lassen wir es. Die Nachteile überwiegen die Vorteile.


    Aber ich Danke Euch für Euer Input. Schön, dass es Euch/das Forum noch gibt.



    LG,

    Tom

  • länger autark mit dem Wowa? Never. Alleine die mickrigen Tanks und heizen? Mit meinen 120L Diesel und der Dieselheizung heize ich Wochen...die Gaspullen waren nach Tagen leer...und selbst im Winter liefert Solar genug um die Dieselpumpe zu betreiben...

    Klar kann man einen Wowa im bestimmten Grenzen autark machen aber das ist Aufwand und am Ende ist er beim Fahren einfach unpraktisch :)

    Kay

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    LaStrada Avanti H (2013) mit Hecksitzgruppe/Hubbett, 148PS, Mopedträger, Gas- & Dieselheizung (Planar2D), SOG
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  • Mit meinen 120L Diesel und der Dieselheizung heize ich Wochen

    Im Winter ohne Sonne ohne Motor starten ist der Traum von Autarkie nach spätestens 2-3 Tagen vorbei, denn dann ist der Akku leer und je mehr noch Fernseher, Laptop und anderes am Akku nuckelt um so schneller

  • Die 1Ah, die die Planar verbraucht, erzeugen meine 240Wh auch im Winter. Aber wir schweifen ab...kaY


    PS Es gibt auch im Winter Sonne und helle Tage. Da erzeugt sogar meine Solarthermie bis zu 50 Grad heißes Wasser. Also nicht immer vom Worst Case ausgehen....

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    LaStrada Avanti H (2013) mit Hecksitzgruppe/Hubbett, 148PS, Mopedträger, Gas- & Dieselheizung (Planar2D), SOG
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    Edited once, last by LC4 ().

  • mal wieder zum Hauptthema zurück...

    Wer so klassisch im Sommer in den Süden reist, vielleicht noch mit Kindern, der ist im Wohnwagen prima aufgehoben. Wohnwagen sind sehr viel geräumiger, billiger und das freie Fahrzeug dazu hat auch was.

    Das Reisen folgt dann aber zu 99% einem starren Muster: morgens los, Strecke machen, Zwischenübernachtung, CP am Zielort.

    Stau und das soziale Drama im Fahrzeug gehören fast schon dazu.

    Anders als in füheren Jahrzehnten knallt man dann in Kroatien am CP mal mind 100€ täglich durch für Kost, Logis und mal ne Pizza.


    Im Kastenwagen kann man auf die exakt gleiche Art reisen. Viele tun das auch, was ich allerdings reichlich blöd finde.

    Mehr Sinn macht es, seine Reise abends "hinter" dem Stau zu beginnen. Ein schönes Plätzchen für die Nacht reicht vom Wanderparkplatz bis zum Womostellplatz für vielleicht 15€. Morgens einfach beim Bäcker anhalten (Lidl geht auch). Auf dem Weg ein Stopp zum Waldspaziergang oder durch einen malerischen Ort schlendern, ein Eis essen und schon hat das Reisen einen völlig anderen Charakter.


    Und jetzt aus diesem malerischen Bild zurück in die Realität. Wo parkt man denn spontan am Wegesrand ein 13 Meter Gespann?


    Kastenwagen sind teuer. Kaufmännisch sinnvoll wird das nur bei ausreichend vielen Nächten. Soll mit keiner erzählen er hätte keinen Bock auf 5 Sterne Hotel auf den Seychellen.

    Und dann kommt die Sache mit dem "Hobby". Jedes Hobby kostet Geld. Wenn man es denn mit Genuss auslebt, sei es gegönnt. Aber sich in die Tasche lügen braucht man auch nicht. Wer nur rein am CP sein will, der wäre mit einem kleinen Reisewohnwagen und einem prall gefüllten Geldbeutel oftmals besser dabei.


    Ich fahre gerade das Loire Tal entlang. Hier gibt es mehr als genug kostenlose Übernachtungsparkplätze (Bild 1). Aber auch am CP kann man für um die 20 € entspannt verweilen (Bild 2).

    Am heutigen CP sind (von den Fahrradfahrern abgesehen) 80% Womos. Bei den 20 % Wohnwagen eher die Kleinen, die Eribas u.ä., die sich für einen Roadtrip auch gut eignen. Und trotzdem bleiben die WoWa länger da und die kleineren Womos ziehen nach 1- 2 Nächten eher wieder weiter.

    Wer möchte, schraubt mit dem Womo seine Übernachtungskosten deutlich runter und kommt an mehr/ andere Orte hin.


    Von da her kann die richtige Fahrzeuggattung nur in Verbindung mit dem Reisestil gefunden werden. Mir erscheint es so das viele ihr Womo leider nur so benutzen, als das sie das im WoWa auch nicht anders hätten.

    Schade drum wenn man ein Womo degradiert zum WoWa.

    kastenwagenforum.de/index.php?attachment/157641/

  • Die 1Ah, die die Planar verbraucht, erzeugen meine 240Wh auch im Winter. Aber wir schweifen ab...kaY

    Die kleinste braucht mehr als 0,8 A bei 800W Heizleistung, bei 2kW Heizleistung 1, 8A und selbst wenn du nur mit 1A rechnest sind es dann am Tag min. 24Ah

  • Mir erscheint es so das viele ihr Womo leider nur so benutzen, als das sie das im WoWa auch nicht anders hätten.

    Ja Benni, den Eindruck könnte man bei uns haben. Aber wie gesagt, wir erkunden halt auch die Gegend unterwegs. Wenn's NUR nach mir ginge, stünden wir nie auf CP's. Es geht aber eben nicht nur nach mir und daher muss der CP eben sein - wenn's einen gibt. Wir haben aber auch schon am Strassenrand übernachtet oder im Hinterhof bei Bekannten, etc.


    Und vom Finanziellen: wenn mich jemand fragt, ob sich das lohnt, sage ich stets "natürlich nicht". Das ist kein Geschäft, das sich rechnen muss, sondern meine Freizeit, für die ich soviel Geld verplempern kann wie es mir passt. Dafür machen wir keine Kreuzfahrten oder sowas wie Du schriebst Flug/Hotel/Strand.

  • Die

    Das ist mir bekannt und die Daten hab ich selbst hier schon veröffentlicht. Ändert aber nichts an meiner Aussage.

    Kay, der mit dem Kasten auch Ski fahren fährt...

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    LaStrada Avanti H (2013) mit Hecksitzgruppe/Hubbett, 148PS, Mopedträger, Gas- & Dieselheizung (Planar2D), SOG
    140+100Wp (PAR) Solar mit Votronic MPP 250, LCD-Solar-Computer S + Büttner BatterieComputer 4000IQ mit Shunt

  • Ja auch wir sind Umsteiger von Wohndose auf Kasten.

    Wenn ihr mehr auch CP´s steht, dann ist es die Wahl der Wahl ein Wohnwagen.

    Bei uns war es wegen den kleinen kids. Da standen wir 2-3 Woche n auf einen. Entsprechen wurde aufgebaut. Fettes Vorzelt, Küche, Grill, Tisch...

    Wie die Kids größer wurden wurde unser Aufwand geringen bis wir schließlich nur noch ein Sonnensegel aufzogen.

    Vorteil: Dusche und WC auf dem CP sind größer wie im Kasten.

    Autarkie, kannst du in der Wohndose auch machen. Batterie und Solarmodul...

    mit dem Zugauto sind wir dann hier hin und dahin. Also mit zwei Fellnasen: Wondose und los mit euch

    Bravia Swan 599 3,5 to "Black Pearl" mit Luftfahrwerk hinten 165PS Peugeot Boxer Skyline Köln, Sat, Solar, Außendose Gas, 240V, Dusche und extra Fenster am Bett
    Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

  • Moin, warum nicht beides? Ich ziehe mit meinem 540er Kasten einen Wohnwagen und finde das sehr entspannt. Als Windsurfer bin ich oft allein unterwegs. Mit der Chefin und Hund kommt der Woni hinten ran.

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